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KEIL-DTM Sommer Spezial 1999
& Andernacher Stadtmeisterschaft
22./23.5.1999

Yokomo K3 gewinnt beide Klassen !

Ergebnisliste

In der bereits vielen R/C Fahrern bekannten Arena des RC-Car Motodrom Andernach fand an Pfingsten erstmalig dieses neue Großereignis statt. Heiße Rennaktion auf Asphalt sollte ebenso im Vordergrund stehen, wie gemütliches Beisammensein und eine lockere Atmosphäre. Es war ein Meeting für alle KEIL-DTM-Fahrer aus dem gesamten Bundesgebiet, die hier um wertvolle Punkte kämpften, die natürlich auch für die Qualifikation zum KEIL-DTM Endlauf zählen. Der Endlauf findet übrigens diesmal am 04.und 05.12.99 in der riesigen Sporthalle (4000qm) in Koblenz-Oberwerth statt. Insgesamt hatten zum KEIL-Sommer-Special 111 Fahrer genannt, wobei über die Hälfte der Fahrer aus den Regionen West, Nord 1 und Nord 2, Süd und Ost kamen. Unter den eingegangenen Nennungen waren viele Topfahrer wie Oliver Brandt, Daniel Bratzler, Jürgen Faak, Florian Kursawe, Alex Piperato, Christoph Lehmler, Toni Rheinard und Thorsten Severt und nicht zuletzt auch noch Christian Keil zu finden. Daß zur gleichen Zeit dort noch die Internationalen Stadtmeisterschaften für Tourenwagen (schmal) und Formel 1 ausgetragen wurden, war ein zusätzlicher Anreiz, den für einige weiten Weg auf sich zu nehmen. Das Motodrom war prall gefüllt, aber Uwe Rheinard hatte selbstverständlich dafür gesorgt, daß jedem Fahrer ausreichender Platz zum Schrauben gegeben war. Darüber hinaus war wieder Jörg Weller am Mikrofon, der in seiner Doppelfunktion als Rennleiter und Moderator das spannungsreiche Renngeschehen hervorragend im Griff hatte.

Bereits am Freitag waren viele Fahrer angereist, um die Strecke ein bißchen kennenzulernen. Am Samstagmorgen wurden die Tore schon um 07:00 Uhr geöffnet, so daß bereits sehr früh mit dem freien Training begonnen werden konnte. Gegen 11:00 Uhr startete ein kontrolliertes Training und um 14:00 Uhr konnten dann die ersten Vorläufe beginnen. Die Gruppeneinteilung für die beiden Pfingstfeiertage sah vor, daß in den Gruppen 1 – 5 die offenen Tourenwagen (schmal), in der Gruppe 6 die Formel 1 Fahrzeuge und in den Gruppen 7 – 18 die Fahrzeuge des KEIL-Sommer-Special an den Start gingen. In den einzelnen Gruppen waren 9 bzw. 10 Fahrzeuge gestartet. Und nun zum Renngeschehen:

Die Vorläufe:
Im 1.Vorlauf hatten bereits sechs KEIL-DTM Fahrer 17 Runden erreicht, angeführt von Jürgen Faak, der auch die schnellste Runde mit 18,00 sek. fuhr. Auf Position 2 in der Ranglistenwertung sahen wir Toni Rheinard und auf Position 3 Daniel Bratzler. Daß im 2.Vorlauf die meisten Fahrer ihre Zeiten verbesserten, war wohl anzunehmen. So kamen inzwischen acht Fahrer mit 17 Runden über die Ziellinie. Toni Rheinard war schnell unterwegs und die Hochrechnung prophezeite ihm die Poleposition, er verlor aber durch einen Überschlag wertvolle Zeit und stand nach diesem Vorlauf auf Position 4. Jürgen Faak fuhr zwar wieder die schnellste Runde mit 17,96 sek., beim Überrunden allerdings unterliefen ihm einige kleine Hänger, die ihn Zeit kosteten. Er mußte die Pole Position an Daniel Bratzler abgeben, der mit einer besseren Überzeit über die Ziellinie schoß. Im 3.Vorlauf ging es besonders spannend in der Gruppe 8 zu. Torsten Krause, Tobias Wollenhaupt und Karlheinz Wilke bemühten sich alle um eine Position im A-Finale. Zeitweise ergab der Computer eine Hochrechnung von 17 Runden. Am Ende dieses Laufes waren aber die Zeiten doch noch nicht ausreichend. In der Gruppe 10 kämpften Marco Krupp und Alex Piperato, die im Augenblick noch auf Platz 9 und 10 standen, um den Verbleib im A-Finale. Sowohl Daniel Bratzler in der Gruppe 14 als auch Toni Rheinard verbesserten im dritten Vorlauf abermals ihre Zeiten, wobei Toni eine günstigere Überzeit herausholte, die ihm wieder die Position des TQ zurückholte. In der Gruppe 17 erzielten Christoph Lehmler, Jürgen Faak und Florian Kursawe erneut 17 Runden. Aber es standen ja noch 2 Vorläufe auf dem Programm, die am Sonntagmorgen gefahren wurden.

Der Zwischenstand nach den drei Vorläufen ergab, daß inzwischen neun Fahrer 17 Runden erzielten. An der Spitze stand Toni Rheinard, gefolgt von Daniel Bratzler und Christoph Lehmler. Wenn es auch schon 20:25 Uhr war, so war der Tag noch lange nicht zu Ende. Uwe Rheinard und seine Helfer und Helferinnen hatten eine Verlosung gestartet mit Sachpreisen im Wert von ca. DM 5.000,--.
der Erlös wurde für wohltätige Zwecke verwendet. Damit an so einem langen Renntag auch niemand verhungert, gab es Spanferkel mit Bratkartoffeln und Krautsalat und dazu noch ein wohlschmeckendes gezapftes Bier. Wenn auch am Abend noch ein paar dunkle Wolken aufzogen, so waren doch die meisten guter Hoffnung, daß am Pfingstsonntag die Sonne wieder scheinen wird und die Strecke trocken bleibt.

Am Sonntagmorgen erfolgte die Öffnung schon kurz vor 07:00 Uhr, um 07:45 Uhr kam der Aufruf zur Senderabgabe, damit pünktlich um 08:00 Uhr der erste Start zum 4.Vorlauf erfolgen konnte.

In der Gruppe 8 erreichte Karl-Heinz Wilke endlich 17 Runden. Die Überzeit reichte aber nur für den 11.Platz in der Ranglistenwertung. Damit war aber noch nicht entschieden, ob Karl-Heinz im A-Finale
mitfahren kann oder nicht, schließlich gab es noch einen fünften Vorlauf. Daniel Bratzler, der in Gruppe 14 startete, wollte nun die Pole an sich reißen, beim Überrunden gab es auch keine Probleme, da ihm seine Mitstreiter alle fair Platz machten, aber am Ende reichte die Überzeit doch nicht aus, um Toni Rheinard von der Poleposition zu verdrängen. In Gruppe 17 erreichte Florian Kursawe, Jürgen Faak, Horst Hobbie, Christoph Lehmler und Thorben Declair 17 Runden, damit waren sie alle in der Ranglistenwertung unter den ersten Zehn. Auch im 5.Vorlauf wurden die Positionen nochmals durcheinandergewirbelt. 43 Fahrer hatten das Glück nochmals ihre bisherigen Bestzeiten zu verbessern. Und wie sah das im einzelnen aus? Daniel Bratzler hatte seine persönliche Bestzeit gefahren, lag aber trotzdem in der Ranglistenwertung nach allen 5 Vorläufen noch 1,02 sek. hinter Toni Rheinard. Florian Kursawe erzielte im 5.Vorlauf ebenfalls seine Bestzeit und lag nun
auf Position 3. Er verdrängte Christoph Lehmler auf Position 4. Alex Piperato, der nach dem 4.Vorlauf noch auf Platz 14 stand, wurde in der Gruppe 11 Gruppensieger mit 17 Runden und einer guten Überzeit. Er rückte somit in der Gesamtwertung auf Platz 9 vor und verdrängte Thorben Declair auf den unglücklichen 11.Platz.

Und so sah die Startaufstellung zu den A-Finalen aus:

TQ Rheinard, Toni (Gruppe Mitte)
2. Bratzler, Daniel (Gruppe Mitte)
3. Kursawe, Florian (Gruppe Mitte)
4. Lehmler, Christoph (Gruppe Mitte)
5. Keß, Michael (Gruppe Süd)
6. Faak, Jürgen (Gruppe Nord I)
7. Keil, Christian (Gruppe Mitte)
8. Hobbie Horst (Gruppe Nord I)
9. Piperato, Alex (Gruppe West)
10. Kock, Niklas (Gruppe Nord I)

Und nun zu den Finalläufen der KEIL Sommer Spezial ´99

1. A-Finale
Entsprechend der Startaufstellung drehten die ersten vier Fahrer mit ganz knappen Zeitabständen ihre Runden. Als Daniel Bratzler in der 3.Runde an Toni Rheinard vorbeizog und der Computer eine Rundenzeit von 17,87 sek. anzeigte, war es geschehen, was niemand glaubte. Daniel mußte, nachdem er beim Überrunden im hinteren Fahrerfeld in Crashs verwickelt war, diesen Lauf unfreiwillig beenden. Auch Horst Hobbie fiel aus, so daß jetzt nur noch acht Fahrzeuge auf der Strecke waren. Florian Kursawe übernahm in der 4.Runde die Position 2, gefolgt von Michael Keß. In der 12.Runde hatte es Michael Keß geschafft, an Florian Kursawe und Christoph Lehmler vorbeizuziehen und sich auf Position 2 vorzuarbeiten. Während Toni unangefochten und souverän seine Runden drehte, mußte Michael höllisch aufpassen, daß keiner von den beiden Verfolgern an ihm vorbeizog. In der 14.Runde waren sie mit nur 0,54 bzw. 0,64 sek. Abstand ganz dicht hinter Michael. Aber Michael konnte seinen geringen Vorsprung geschickt ausweiten, so daß er als Zweiter mit 17R 5.05,17 min. über die Ziellinie ging. Toni konnte diesen Lauf mit 18R 5.17,55 min. als Sieger beenden.

2. A-Finale
Ein heißer Kampf war angesagt. Schon in der 2.Runde hatten Christoph Lehmler, Michael Keß und Alex Piperato wertvolle Zeit durch Karambolagen verloren. Daniel Bratzler, der leider im 1. A-Finale vom Pech verfolgt war, wollte jetzt in diesem Lauf den vielen Teilnehmern und Zuschauern beweisen, daß er und sein neuer K3 in Topform sind. Von Anfang an hatte Daniel die Führung an sich gerissen, wenn auch Toni Rheinard Daniel auf den Fersen war. Es war eine wahre Pracht für die Zuschauer, den beiden Fahrern zuzuschauen. Toni fuhr in der 9.Runde die schnellste Zeit mit 17,63 sek., Daniel hatte in der 12.Runde seine schnellste Zeit, ebenfalls 17,63 sek. gefahren. In der 3. und 7.Runde betrug der Zeitabstand zwischen beiden Fahrzeugen nur 0,28 sek. Toni versuchte zwar weiter aufzuholen, aber Daniel wußte, seine Führung gut zu verteidigen. Er legte ständig einen Bruchteil von Sekunden dazu, so vergrößerte sich auch der Abstand zu seinem ärgsten Verfolger. In der 11.Runde betrug die Zeitdifferenz 1,09 sek. und in der 14.Runde 2,07 sek. So war ganz klar erkennbar, daß Daniel bei diesem Lauf nicht mehr zu schlagen war. Daniel konnte dieses A-Finale mit 18 Runden und 5.12,48 min. Überzeit als Sieger beenden und konnte Toni, der zwar auch 18 Runden schaffte, mit einer Zeitdifferenz von 2,35 sek. hinter sich lassen. Alles in allem war dies ein sauberer Lauf ohne irgendwelche Ausfälle und die anderen A-Finalisten fuhren alle mit 17 Runden und nur geringen Zeitdifferenzen über die Ziellinie.

3. A-Finale
Den 1.Lauf hatte Toni Rheinard gewonnen, den 2.Lauf Daniel Bratzler. So war alles offen, wer Sieger
des KEIL Sommer Spezial 1999 wird. Das Startsignal tönte und mit Bruchteilen von Sekunden waren alle Fahrer vom Start gut weggekommen. Toni war als Erster um die erste Linkskurve gezogen. Daniel war trotz der 2. Startposition erst als Siebter über die erste Zeitkontrolle gefahren. In der 2.Runde hatte Daniel noch einen kleinen Hänger, der ihn mindestens 5 sek. gekostet hat. Daniel fiel auf die letzte Position zurück. Inzwischen betrug der Zeitabstand zu Toni 6,95 sek. Aber Daniel ließ nicht locker, für ihn war nun "Alles oder Nichts" angesagt und Runde für Runde zeigte der Computer Rundenzeiten unter 18 sek. Jeder, der bei diesem Lauf beteiligt war, fuhr auf die Seite, wenn Daniel mit seinem K3 angeschossen kam. Nach der 8.Runde betrug die Zeitdifferenz zwischen Daniel und Toni bloß noch 3,58 sek. Nach der 14.Runde betrug die Zeitdifferenz nur noch 2,0 sek. Nach der 16.Runde waren es noch 1,27 sek. Abstand. Da wurde die letzte Runde angesagt und in der letzten Runde fuhr dann Daniel zum ersten Male in diesem Lauf 18,40 sek., aber auch mit einer besseren Rundenzeit hätte es Daniel wohl nicht mehr geschafft. So ging Toni als Erster mit 17R 5.00,15 min. über die Ziellinie, und Daniel folgte als Zweiter mit 17R 5.01,32 min. Damit war Toni Rheinard als Sieger des "KEIL Sommer Spezial 1999" gekürt worden. Daniel brauchte mit dem 2.Platz dieses Wettbewerbs nicht traurig sein, denn er hatte ja bereits die "Internationalen Stadtmeisterschaften Pfingsten 1999" gewonnen, doch dazu später mehr. Eine Superleistung, wenn man bedenkt, daß nur wenige Fahrer an diesem Racing-Wochenende zwei Rennen gleichzeitig gefahren hatten.

So war dann das Endergebnis vom KEIL Sommer Spezial 1999
mit den jeweils besten Zeiten:
A-Finale
1. Rheinard, Toni (Gruppe Mitte) 18R 5.14,83 min.
2. Bratzler, Daniel (Gruppe Mitte) 18R 5.12,48 min.
3. Keß, Michael (Gruppe Süd) 17R 5.01,97 min.
4. Kursawe, Florian (Gruppe Mitte) 17R 5.01,02 min.
5. Keil, Christian (Gruppe Mitte) 17R 5.02,42 min.
6. Lehmler, Christoph (Gruppe Mitte) 17R 5.03,27 min.
7. Faak, Jürgen (Gruppe Nord I) 17R 5.02,65 min.
8. Hobbie, Horst (Gruppe Nord I) 17R 5.02,79 min.
9. Kock, Niklas (Gruppe Nord I) 17R 5.09,46 min.
10. Piperato, Alex (Gruppe West) 17R 5.09,82 min.

Und hier jeweils die ersten Drei der weiteren Finale:

B-Finale: 1. Declair, Thorben (Gruppe West) 17R 5.04,60 min.
2. Wollenhaupt, Tobias (Gruppe Mitte) 17R 5.09,15 min.
3. Wilke, Karl-Heinz (Gruppe Mitte) 17R 5.13,88 min.

C-Finale: 1. Priebe, Joachim (Gruppe Süd) 17R 5.10,82 min.
2. Umstädter, Gerhard (Gruppe Ost) 17R 5.11,38 min.
3. Bender, Thomas (Gruppe Süd) 17R 5.14,19 min.

D-Finale: 1. Weisbecker, Marco (Gruppe Mitte) 17R 5.12,75 min.
2. Stieglmayr, Jörn (Gruppe Nord I) 16R 5.01,64 min.
3. Thüner, Stefan (Gruppe Nord II) 16R 5.03,55 min.

E-Finale: 1. Voß, Joel (Gruppe West) 17R 5.19,53 min.
2. Winkhardt, Oliver (Gruppe Süd) 16R 5.10,66 min.
3. Pfister, Manfred (Gruppe Süd) 16R 5.13,39 min.

F-Finale: 1. Piperato, Silvio (Gruppe West) 16R 5.02,20 min.
2. Raiser, Tobias (Gruppe Mitte) 16R 5.03,56 min.
3.Temme, Mathias (Gruppe West) 16R 5.05,33 min.

G-Finale: 1. Ewertz, Thomas (Gruppe West) 16R 5.11,68 min.
2. Fildebrandt, Markus (Gruppe Nord II) 16R 5.14,31 min.
3. Kemmer, Nils (Gruppe Mitte) 16R 5.20,27 min.

H-Finale: 1. Schmitt, Patrick (Gruppe Nord I) 16R 5.11,33 min.
2. Astapowski, Thomas (Gruppe West) 16R 5.16,98 min.
3. Schmitz, Björn (Gruppe West) 15R 5.00,80 min.

I-Finale: 1. Gassauer, Patrick (Gruppe Mitte) 15R 5.02,85 min.
2. Paul, Holger (Gruppe West) 15R 5.05,59 min.
3. Maluschke, Silvio (Gruppe Ost) 15R 5.07,58 min.

J-Finale 1. Huber, Hans-Dieter (Gruppe Süd) 15R 5.15,99 min.
2. Maisch, Alexander (Gruppe Mitte) 14R 5.16,32 min.
3. Kemmer, Jürgen (Gruppe Mitte) 14R 5.18,38 min.

K-Finale: 1. Wagner, Peter (Gruppe Ost) 12R 5.23,50 min.*)
2. Krupp, Michael (Gruppe Mitte) 6.R 1.56,04 min. *)
*) bester Vorlauf


Zum Schluß kann man noch sagen, daß das KEIL Sommer Spezial die Premiere erfolgreich bestanden hat. Dieses Großereignis wird bestimmt an Pfingsten 2000 seine Wiederholung haben. Alle Racer können schon heute diesen Termin in ihrem Kalender vormerken, damit sie auf alle Fälle dabei sind.

Zur Technik ist noch zu sagen:
Der neue K3 war schon zahlreich vertreten, allein bei den A-Finalisten waren 8 Fahrer mit dem neuen K3 an den Start gegangen. Nicht nur bei den KEIL Veranstaltungen hat sich das Auto immer wieder bewährt. Auch bei internationalen Wettbewerben hat der K3 schon hervorragend abgeschnitten.
In Japan gewann Masami Hirosaka das Touring Car Race of Champions (7 aus den Top10 mit einem K3!). Beim Touring Car Masters am 27./28.03.99 in Eppelheim belegte Masami Hirosaka (Japan) den ersten Platz und Barry Baker (USA) den 2.Platz. Und als vorläufigen Höhepunkt landeten Barry Baker und Masami Hirosaka einen Doppelsieg mit ihren K3’s beim Reedy Race of Champions/USA 29.5-2.6.1999, einem der prestigeträchtigsten Rennen auf der Welt.
Von vielen schon erwartet wurde der Spezialaluminium Motorträger für den K3. Leider war erst ein Muster zu sehen. Die Produktionsteile sollen aber in kurzer Zeit erhältlich sein.

Wie schon eingangs erwähnt, fanden in Andernach gleichzeitig die Klassen Tourenwagen (schmal) und Formel 1 statt.

Tourenwagen (schmal)
Hier hatten 47 Fahrer angemeldet, wovon 44 Teilnehmer an den Start gingen. Wenn auch einige Topfahrer an diesem Wochenende zum "warm-up" zur Off-Road EM in Traiskirchen (Österreich) oder auf anderen Rennen in Deutschland waren, so erschien dennoch ein hochkarätiges Fahrerfeld in Andernach. So waren der 7-fache Deutsche Meister in Off-Road 4wd Sascha Falter, der "brand(t)-schnelle" Berliner Oliver Brandt, Andy Krämer und Alexander Assenmacher erschienen. Reto König, der Sieger des Wettbewerbs 1998 war leider nicht gekommen. So konnte er auch seinen Titel als "Internationaler Stadtmeister von 1998" nicht verteidigen und mußte deshalb seinen im Vorjahr erhaltenen Wanderpokal (oder wars ein anderer?) kampflos zurückgeben.

Gestartet wurde diese Klasse in 5 Gruppen. Nach ausgiebigem Training am Freitagmittag und am Samstagmorgen konnten die ersten Vorläufe genau nach Zeitplan verlaufen.

Die Vorläufe:
Im 1.Vorlauf der Gruppe 2 wurde Sascha Falter mit 18R 5.01,39 min. Gruppensieger. Alexander Assenmacher gehörte zur Gruppe 3 und wurde mit 18R 5.07,44 Gruppensieger. In der Gruppe 4 sahen
wir Oliver Brandt mit 18R 5.02,43 erfolgreich und in der Gruppe 5 startete der Publikumsliebling Daniel Bratzler, der diesen Vorlauf mit 18R 5.02,14 min. gewann. Insgesamt war es ein gelungener Auftakt für die spannenden Kämpfe, die noch vor uns lagen. Im 2.Vorlauf sahen wir wieder die gleichen Gruppensieger. Schnellster war diesmal Daniel Bratzler, der als Einziger 19 Runden mit einer Überzeit von 5.11,90 min. erzielte, und das mit einem Baukasten K3. Im 3.Vorlauf konnte in der Gruppe 3 Christian Popp vor Alexander Assenmacher mit 18R 5.01,27 min. über die Ziellinie gehen. In der Ranglistenwertung führte nach wie vor Daniel Bratzler, gefolgt von Christian Popp, der Sascha Falter auf Position 3 verdrängt hatte. Am Pfingstsonntag startete bereits um 8:00 Uhr die erste Gruppe
zum Vorlauf 4. Sascha Falter bisher auf Position 3 konnte in diesem Vorlauf 19R 5.15,07 min. erzielen und stand wieder auf Position 2. Daniel Bratzler mußte nach der 9.Runde aufgeben, behielt aber aufgrund seiner guten Zeiten seine Poleposition. Alexander Assenmacher rückte auf Position 3 vor und verdrängte Christian Popp auf Platz 4 . Der 5. und damit letzte Vorlauf brachte für 12 Fahrer nochmals zeitliche Verbesserungen. Bernd Haas, nach dem 4. Vorlauf noch auf Platz 14 konnte sich im 5.Vorlauf auf Platz 8 setzen und stand damit im A-Finale, zum Nachteil von Stefan Baldauf, der auf Platz 10 stand und hierdurch zurückfiel.

Und das war die Startaufstellung zum A-Finale:
TQ. Bratzler, Daniel
2. Falter, Sascha
3. Popp, Christian
4. Assenmacher, Alexander
5. Brandt, Oliver
6. Fischer, Marc
7. Krämer, Andy
8. Haas, Bernd
9. Leinburger, Steffen
10. Rheinard, Marc

Nach einer kurzen Pause konnte pünktlich nach Zeitplan das 1. A-Finale beginnen.

1. A-Finale:
Daniel Bratzler war gut vom Start weggekommen und führte unangefochten bis zum Ende des 1.Laufes. Er hatte mit seinem K3 gleich die richtige Linie gefunden. Seine Verfolger Sascha Falter und Bernd Haas hatten immer mehr Zeit verloren. Oliver Brandt konnte in der 6.Runde auf Position 2 vorstoßen und gab diese nicht mehr ab. So konnte Daniel das 1. A-Finale mit 19R 5.08,72 min. als Erster beenden, gefolgt von Oliver Brandt, der ebenfalls mit einem K3 unterwegs war.
2. A-Finale:
Es war schon keine Überraschung mehr, daß Daniel von der ersten Startreihe aus wieder einen Raketenstart hinlegen würde. Sascha Falter, der bis zur 6.Runde noch knapp hinter Daniel auf Position 2 lag, verlor in der 7.Runde wertvolle Zeit und fiel auf Position 7 zurück. Christian Popp übernahm Platz 2, den er auch bis zum Schluß verteidigen konnte. Daniel erreichte wieder mit 19R 5.15,57 min. als Erster die Ziellinie und war nach dem 2.Finallauf schon Gesamtsieger. Christian Popp folgte mit 11,33 sek. Rückstand als Zweiter und Oliver Brandt als Dritter.

3. A-Finale:
Bei Daniel konnte ja nichts mehr anbrennen. Trotzdem wollte er sein fahrerisches Können beweisen. Er war in diesem Lauf sogar so schnell, daß er es sich erlauben konnte, etwas langsamer zu werden, um mit Christian Popp einige Positionswechsel vorzutäuschen. Nach einigen packenden Überholmanövern verlor Christian immer mehr Zeit und rutschte schließlich auf Platz 4 zurück. Mit 19R 5.14,91 min. beendete Daniel auch diesen 3. Lauf als Sieger, vor Sascha Falter, der zum Ende hin noch mal etwas näher kam und mit 19R 5.15,06 min. Zweiter wurde. Oliver Brandt wurde mit 19R 5.17,13 min. Dritter.

Und hier das Endergebnis von den Tourenwagen (schmal) bei der Internationalen Stadtmeisterschaft:

1. Bratzler Daniel
2. Brandt, Oliver
3. Popp, Christian
4. Falter, Sascha
5. Krämer, Andy
6. Haas, Bernd
7. Fischer, Marc
8. Assenmacher, Alexander
9. Rheinard, Marc
10. Leinburger, Steffen

Auch bei diesem Rennen zeigte sich, daß der neue K3 sich nicht vor weitaus teureren Tourenwagen verstecken muß, sondern diese teilweise recht alt aussehen läßt. Schließlich konnten Daniel Bratzler und Oliver Brandt die Plätze 1 und 2 mit einem Yokomo K3 belegen.

Formel 1
Zum Schluß noch ein Blick auf das gleichzeitig stattgefundene Formel 1 – Rennen. Hier hatten sich nur 9 Teilnehmer gemeldet, die auch alle an den Start gingen. Dirk Wischnewski vom AMC Lahntal konnte alle Vorläufe gewinnen und war demzufolge auch aussichtsreichster Kandidat, als Sieger bei diesem Rennen hervorzugehen. Zivorad Bojovic galt als Deutscher Meister und Vorjahressieger sicherlich als Favorit, er war allerdings das ganze Wochenende vom Pech verfolgt und hatte sich nach allen Vorläufen nur auf Platz 5 gesetzt. Christian Rieping hatte nur 2 Vorläufe gefahren und war dann aus persönlichen Gründen nicht mehr an den Start gegangen.

In allen Finalläufen dominierte wieder Dirk Wischnewski, so daß ihm der Sieg nach dem 2. A-Finale nicht mehr zu nehmen war. Zivorad Bojovic konnte auch in den A-Finalen nicht zu seiner normalen Form zurückfinden und mußte sich deshalb mit Platz 5 im Endergebnis zufrieden geben

Siegerehrung und Verlosung vieler Sachpreise
Sämtliche Rennen wurden so zügig von Uwe Rheinard und Jörg Weller durchgezogen, daß schon gegen 17 Uhr die Siegerehrung vorgenommen werden konnte. Bei der großen Teilnehmerzahl gab es jede Menge Pokale. Anschließend wurden die üblichen Siegerfotos geschossen und Christian Keil konnte dann die vielen Sachpreise persönlich übergeben.
Darunter waren ein Yokomo MR-4K3, Yokomo MR-4 Rally, KEIL-Servos, Reedy KEIL-DTM Motoren, Novak Regler, KEIL-Akkus, ZR-050 und P-1066 Reifen u.v.m.
Als besonderes Bonbon gab es noch den Yokomo K3 von Daniel Bratzler zu gewinnen.
Daß das Wetter an beiden Tagen so toll mitgespielt hatte, erfreute jedes Fahrerherz, denn bei nasser Asphaltstrecke wäre doch vielleicht so mancher Fahrer ein bißchen ins Schleudern gekommen. Den beiden Hauptverantwortlichen Uwe Rheinard und Jörg Weller sei an dieser Stelle nochmals besonders gedankt, nicht zuletzt auch den vielen fleißigen Helferinnen und Helfer, die dazu beigetragen haben, daß alle nach einem schönen Rennwochende rechtzeitig nach Hause fahren konnten. Bei so vielen zufriedenen Gesichtern kann man wohl davon ausgehen, daß im nächsten Jahr beim KEIL-Sommer-Special 2000 noch mehr Fahrer antreten werden.

Komplette Ergebnis- und Materialliste.
Ergebnis KEIL-DTM Sommer Spezial:
1.+TQToni ReinhardYokomo MR-4 K3
2.Daniel BratzlerYokomo MR-4 K3
3.Michael KeßYokomo MR-4 K3
4.Florian KursaweYokomo MR-4 K3
5.Christian KeilYokomo MR-4 K3
6.Christoph LehmlerYokomo MR-4 K3
7.Jürgen FaakYokomo MR-4 K3
8.Horst HobbieYokomo K2
9.Niklas KockYokomo K2
10.Alex PiperatoYokomo MR-4 K3

Das Gewinnersetup KEIL-DTM von Toni Reinhard:
Yokomo MR-4K3
KEIL V+ Akkus
Novak Cyclone
Yokomo ZR-050 vorne+hinten
Schum. grau Einlagen
Protoform Ford Mondeo
KEIL-schwarz Federn vorne
J-Pro Federn hinten

Ergebnis offene Klasse:
1.+TQDaniel BratzlerYokomo MR-4 K3
2.Oliver BrandtYokomo MR-4 K3
3.Christian PoppHpi
4.Sascha FalterTc4
5.Andy KrämerHpi
6.Bernd HaasHpi
7.Marc Fischer?
8.A. AssenmacherHpi
9.Marc ReinhardCorally
10.Steffan Leinburger?

Das Gewinnersetup offene Klasse von Daniel Bratzler
Yokomo MR-4K3
KEIL V+ Akkus
Reedy 12x5 TriSonic
Novak Cyclone
Yokomo ZR-136S vorne+hinten
Yokomo ZR-036 und ZR-037 Einlagen
Protoform Alfa Romeo 156

Start zum KEIL-DTM A-Finale auf der Motodrom Rennstrecke.
Sachpreisverlosung für einen guten Zweck.
Die Sieger des Wochenende: Toni Reinhard (KEIL-DTM) und Daniel Bratzler (offene Klasse).
Die A-Finalisten KEIL-DTM.
Die permanente Indoorstrecke wurde geräumt, um für die 160 Fahrer Platz zu haben.
Ein schöner Blick auf die Rennstrecke. Das Wetter spielte natürlich auch mit!
Daniel Bratzlers K3 auf der Poole Position in der offenen Klasse.
Die "Shop"-Kurve.
Ein Teil der Teilnehmer vor dem Fahrerpodest.