| KEIL-DTM-Lauf in Braunshardt am 02.05.99 oder der erste KEIL-DTM-Einsatz des neuen Yokomo K3
Der MSV Braunshardt hatte weder Kosten noch Mühe gescheut, eine neue, 110 m lange, asphaltierte Strecke neben der bereits bekannten OFF-ROAD-Strecke zu bauen. 50 Teilnehmer hatten sich gemeldet, wovon an diesem Sonntag 46 Fahrer an den Start gingen.
Da die Strecke noch von der vergangenen Nacht feucht war, hatte man den Beginn des 1.Vorlaufes etwas später angesetzt. Es gab insgesamt 9 Vorlaufgruppen mit 5 bzw. 6 Fahrzeugen. Die Finalläufe dagegen wurden mit 8 Fahrzeugen gestartet.
Die Vorläufe Nach einer kurzen Fahrerbesprechung gegen 10 Uhr konnte dann der 1.Vorlauf um 10:30 Uhr beginnen. Im ersten Vorlauf erreichten sechs Fahrer 21 Runden, darunter auch Christian Keil, der diesmal an den Start ging, um die Fahreigenschaften des neuen Yokomos zu testen. Nach dem 2.Vorlauf hatte sich Alexander Müller vom MRC Mannheim mit seinem K3 als Einziger mit 22 Runden und 5.10,7 min. an die Spitze gesetzt, weitere acht Fahrer erzielten 21 Runden mit zum Teil sehr knappen Zeitabständen. Nun war man gespannt, was im 3.Vorlauf noch geschieht. 21 Runden allein reichten nicht, um ins A-Finale zu kommen. Da mußte schon auch noch eine gute Zeit herausgefahren werden. Eine besonders gute Zeit konnte noch Axel Schulze fahren, der bereits am Tag zuvor bei einem offenen Tourenwagenrennen die Konkurrenz mit seinem neuen K3 hinter sich ließ. Er fuhr als Bester des 3.Vorlaufes mit 22 Runden und 5.13,0 min auf Platz zwei in der Rangliste. Nur Andreas Megerlin, der nach dem 2.Vorlauf in der Ranglistenwertung auf Platz 8 stand, rutschte auf Platz 9 zurück. Dafür schaffte es
Jens Hanowski, von Platz 9 auf Position 7 vorzurücken. Auch Johannes Krüger gab nochmals alles, um soweit vorne, wie möglich zu starten; er verbesserte sich mit 21R 5.14,6 min. von Platz 17 auf Position 10. Nur 0,1 sek. trennten ihn und Andreas Megerlin (beide zeitgleich) von dem auf Position 8 stehenden A-Finalist Benjamin Rudolf, dessen Bestzeit bei 21R 5.14,5 min. lagDie Plätze 1 6 wurden übrigens alle mit einem MR-4 K3 belegt, besser könnte es wohl kaum noch sein, immerhin war dies das erste Roll-Out des neuen Autos in der KEIL-DTM.
Das war dann die Aufstellung des A-Finales:
TQ. Müller, Alexander 2. Schulze, Axel 3. Lehmler, Christoph 4. Keil, Christian 5. Wollenhaupt, Tobias 6. Krause, Torsten 7. Hanowski, Jens 8. Rudolf, Benjamin
1. A-Finale: Alexander Müller war von seiner TQ-Position gut weggekommen, Christoph Lehmler aber, der von Position 3 aus gestartet war, nahm sofort die Verfolgung auf. Im übrigen Feld ging es sehr turbulent zu. Unfreiwillige Überschläge und Hänger sorgten für unnötige Zeitverluste. Christoph Lehmler war in Topform und konnte Alexander Müller problemlos folgen. Nach der 4.Runde betrug der Zeitabstand noch 1,7 sek. Aber das sollte sich bald ändern; Christoph kam immer näher und nach der 10.Runde betrug der Abstand nur noch 0,5 sek. Alexander machte in der 11.Runde einen kleinen Fehler. Dies nutzte Christoph aus und zog an Alexander vorbei. Axel Schulze der die ganze Zeit seinen dritten Platz halten konnte, war in der 5., 7. und 8.Runde in einige Crashs verwickelt, was ihm die Position 3 kostete; er fiel auf Platz 6 zurück. Torsten Krause hatte etwas mehr Glück und konnte den dritten Platz übernehmen, den er dann auch nicht mehr abgab. An der Spitze gab es nach der 11.Runde keine Veränderung mehr. Christoph Lehmler führte ganz souverän und vergrößerte den Abstand zu seinem
Verfolger Alexander Mülller immer mehr. In der 16.Runde betrug dieser bereits 6,2 sek. und in der 21.Runde waren es 8,0 sek., was bei einer Streckenlänge von 110 m einen Fahrzeugabstand von ca. 60 m bedeutete. Christoph ging mit 21 R 5.01,6 min. als Erster über die Ziellinie und Alexander Mülller folgte als Zweiter mit 21R 5.09,6 min. Torsten Krause hatte den Abstand zu Alexander ständig verkürzen können, hatte es aber nicht mehr geschafft, ihn noch vor Laufende einzuholen. So ging Torsten mit 21R 5.10,4 min. als Dritter über die Ziellinie, also nur noch mit einem Abstand von 0,8 sek.
2.A-Finale Wieder konnte Alexander Mülller seine TQ-Position gut nutzen und er ging sofort nach dem Start in Führung. Nach der 4.Runde gab es an der Spitze einige Positionswechsel, Axel Schulze erkämpfte sich die Führung und Christian Keil wurde von Christoph Lehmler verdrängt. Nach der 6.Runde lag Axel Schulze in Führung, gefolgt von Alexander Mülller, Christoph und Christian Keil. Christoph Lehmler und Christian Keil konnten sich in der 7. und 8. Runde an Alexander Müller vorbeikämpfen. In der 18.Runde lag zwischen dem führenden Axel Schulze und dem auf Platz zwei liegendem Christoph Lehmler nur noch 0,8 sek. Und in der 20.Runde hatte es Christoph geschafft, an Axel vorbeizuziehen. Jetzt lag Christoph mit 0,5 sek. Abstand vorne. Die Reihenfolge blieb von nun an unverändert, Christoph ging mit einer Überzeit von 22R 5.10,8 min. als Erster über die Ziellinie; Axel folgte ihm mit 22R 5.12,5 min.
3. A-Finale: Wenn auch Christoph schon als Sieger dieses Rennens feststand, so war auf den weiteren Plätzen noch alles offen. Die Spannung war unter den Teilnehmern und Zuschauern ungebrochen, zumal auch der Wettergott sich von seiner besten Seite zeigte. Einen Superstart hatte in diesem letzten und alles entscheidenden Finale Axel Schulze, der von seiner 2.Position gleich die Führung
übernahm. Über viele Runden konnte Axel seine Position souverän behaupten, obwohl ihm ständig Christian Keil im Nacken saß. Die Zeitabstände schwankten zwischen 0,2 sek. nach der 4.Runde bis 1,1 sek. nach der 12.Runde. Aber in der 16.Runde machte Axel einen Fahrfehler, der ihn die Führung kostete. Somit ging Christian Keil nun in Führung. An der Spitze entwickelte sich nun ein spannender Kampf zwischen Keil und Schulze, der letzgenannte konnte dann schließlich wieder die Führung an sich reißen. Tobias Wollenhaupt, der inzwischen auf Position drei lag, konnte immer näher zu Christian Keil aufschließen, so daß es auch zwischen den Plätzen zwei und drei noch zu einem heißen Duell kam. Axel Schulze beendete das 3.A-Finale letztendlich als Sieger mit 21R 5.04,1 min., Christian Keil überquerte die Ziellinie als Zweiter mit 21R 5.10,1 min. und Tobias Wollenhaupt als Dritter mit nur 0,3 sek. Abstand.
Und hier das Endresultat vom A-Finale: 1. Lehmler, Christoph 2. Schulze, Axel 3. Keil, Christian 4. Müller, Alexander 5. Wollenhaupt, Tobias 6. Krause, Torsten 7. Hanowski, Jens 8. Rudolf, Benjamin
Die weiteren Finalsieger: B -Finale Megerlein, Andreas C -Finale Esposito, Matthias D -Finale Stark, Ingo E -Finale Bauder, Marcus F -Finale Schimm, Florian
Technik (siehe unten)
Die Einweihung der neuen Asphalt-Strecke war gelungen, das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, und die Action der A-Finale machten diesen KEIL-DTM-Lauf spannender als das zur gleichen Zeit stattgefundene Formel-1-Rennen in Imola. Die Siegerehrung fand bereits um 17:30 Uhr statt. Wenn auch bei der Zeitnahme einmal Probleme mit zwei Transpondern auftraten, so hatte doch Gerald Göb als Rennleiter die Situation stets im Griff. Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung, die allen Fahrern Freude bereitet hatte.
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