KEIL-DTM "Racing News" 
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KEIL-DTM Lauf am 25.10.98 in Rüsselsheim

Wie schon beim letzten Lauf in Rüsselsheim erwartete die Fahrer auch diesmal wieder eine große Halle mit einer riesigen Strecke. Es war der vorletzte Lauf der Gruppe Mitte. Entsprechend hoch war auch die Teilnehmerzahl.
Von 73 gemeldeten Fahrern waren 72 Teilnehmer an den Start
gegangen, darunter 3 "Nordlichter", die mal sehen wollten, wie schnell die Konkurrenz denn so ist.

Das Teilnehmerfeld wurde für die Vorläufe in 8 Gruppen eingeteilt.
Die Gruppe 1 war am stärksten besetzt, darunter die Topfahrer
Andy Krämer, Tobias Wollenhaupt, Patrick Beck und Stefan Köhler.
Obwohl die Halle erst relativ spät geöffnet wurde, war das freie Training nur bis 9:30 Uhr angesetzt

In der Gruppe 1 konnten sich Andy Krämer und Tobias Wollenhaupt vom übrigen Feld absetzen. Andy erreichte 14R 5.06,59 min. und Tobias folgte mit 14R 5.09,62 min. als Zweiter. Mit Spannung wurde Gruppe 5 erwartet, in der die Freunde aus dem hohen Norden starteten. Unangefochten fuhr Björn Christiansen allen davon und erreichte 14R 5.06,57 min. Mit diesem Ergebnis schob er sich mit 0,02 sek. Abstand auf Position 1 vor Andy Krämer.

Im 2.Vorlauf der Gruppe 1 zeigte es sich wieder wie stark Andy Krämer und
Tobias Wollenhaupt dem übrigen Feld davon fuhren und ihre Zeiten aus dem
Vorlauf 1 verbessern konnten. Andy erzielte im 2.Vorlauf 14R 5.00,56 min. und Tobias 14R 5.01,78 min. Björn Christiansen konnte sich ebenfalls verbessern, er erreichte 14R 5.01,88 min.

Heißer denn je entwickelte sich im dritten Durchgang der Gruppe 1 ein Zweikampf zwischen Andy Krämer und Tobias Wollenhaupt. Mindestens viermal wurde die Führrung gewechselt. So ging es schließlich über viele Runden, bis schließlich Andy als Erster in dieser Gruppe über die Ziellinie schoß; die bisherigen Zeiten wurden jedoch nicht schneller. Jürgen Faak, der in Gruppe 5 startete, konnte sich im dritten Durchgang verbessern und nahm mit einer Zeit von 14R 5.01,00 min. die zweite Position in der Rangliste ein.

Nachdem nach Aussagen der Rennleitung immer wieder Probleme bei Transponder Nr.10 auftraten, wurde beschlossen, sämtliche Final-Läufe nur mit 9 Autos zu fahren anstatt von 10. Das führte zu Diskussionen und auch Protesten, insbesondere von Karl-Heinz Wilke, der auf Position 10 nun im B-Finale antreten sollte und auch von Frank Herrmann, der auf Position 20 stand und somit seinen Platz im B-Finale verlor. Die Rennleitung wollte kein Risiko mehr eingehen und war bei ihrer Änderung geblieben, nur noch mit 9 Fahrzeugen zu starten.

Und so sah die Startaufstellung für das A-Finale aus:

TQ Krämer, Andy
2. Faak, Jürgen
3. Wollenhaupt, Tobias
4. Christiansen, Björn
5. Rauch, Frank
6. Müller, Alexander
7. Köhler, Stefan
8. Beck, Patrick
9. Weisbecker, Marco
Im 1.A .-Finale kam es gleich nach dem Start zu einigen Crashs. Jürgen Faak konnte vor Andy Krämer und Björn Christiansen die Führung übernehmen. Nach einem Fahrfehler verlor Andy seinen zweiten Platz, und das erste A-Finale endete mit einem Doppelsieg für den Norden. Jürgen Faak gewann diesen Lauf mit 15R 5.04,35 min. vor Björn Christiansen und Andy Krämer.

Mit einem rasanten Start setzte sich Andy Krämer im zweiten A-Finale gleich an die Spitze des Feldes, dicht gefolgt von Tobias Wollenhaupt. Diese beiden führten den ganzen Lauf souverän an. Auf den weiteren Plätzen dagegen wurden andauernd die Positionen gewechselt. Schließlich erreichte Jürgen Faak mit 2,25 sek. Abstand als Dritter die Ziellinie hinter Andy Krämer und Tobias Wollenhaupt.

Nach dem 2.A-Finale war noch alles offen, so erwarteten Fahrer und Zuschauer den Showdown im dritten A-Finale. Es gelang Andy Krämer, sich sofort an die Spitze zu setzen, dicht gefolgt von Jürgen Faak. Der Abstand zu dem nachfolgenden Björn Christiansen vergrößerte sich von Runde zu Runde. An der Spitze entwickelten sich zwischen Krämer und Faak ein spannender Zweikampf. Faak kam von Runde zu Runde immer näher an Krämer heran, bis er schließlich in der 11.Runde an Krämer vorbeigehen konnte. Aber Andy ließ nicht locker und holte sich in der 13.Runde die Führung zurück. Diese wurde allerdings kurz danach dank einem Fehler von Andy Jürgen Faak auf einem Silbertablett überreicht, so daß er den Sieg in diesem Finale mit nach Hause nehmen konnte, vor Andy Krämer, Björn Christiansen und Tobias Wollenhaupt

Hier ein kleiner Überblick auf die schnellsten, in den A-Finalen gefahrenen Runden:

Andy Krämer 20,51 (3.)
Jürgen Faak 20,56 (3.)
Tobias Wollenhaupt 20,58 (3.)
Björn Christiansen 20,90 (3.)
Stefan Köhler 21,09 (2.)
Frank Rauch 21,12 (2.)
Alexander Müller 21,22 (1.)
Patrick Beck 21,30 (3.)
Marco Weisbecker 21,33 (2.)

Und so lautete das Endresultat:

1. Jürgen Faak
2. Andy Krämer
3. Björn Christiansen
4. Tobias Wollenhaupt
5. Stefan Köhler
6. Patrik Beck
7. Marco Weisbecker
8. Frank Rauch
9. Alexander Müller

Die weiteren Finalsieger waren:

B-Finale: Florian Kursawe
C-Finale: Frank Herrmann
D-Finale: Patrick Danielczyk
E-Finale: Nils Kemmer
F-Finale: Yavus Kura
G-Finale: Ingo Stark
H-Finale: Harald Malikowski

Trotz der Verzögerung durch den Ausfall des Transponders Nr.10 konnte die Siegerehrung annähernd planmäßig durchgeführt werden. Sämtliche A-Finalisten, die ersten Drei vom B-Finale und die Sieger der anderen Finalläufe erhielten einen Pokal. Größe und Menge der Pokale in Rüsselsheim waren wie bei den Rennen zuvor einzigartig, hier könnten sich andere Vereine ein Beispiel nehmen.
9 Fahrer im A-Finale in Rüsselsheim
Die gut angelegte Rennstrecke
Die Top-Akteure in Rüsselsheim.
Die Startposition im A-Finale.
Emsiges Arbeiten im Fahrerlager.
Jürgen Faak und Alexander Müller.
Jürgen Faaks Siegerauto.