| KEIL-DTM und KEIL GT bei HSB. Am 6.12.1998, am Nikolaustag, machten sich 40 Teilnehmer auf den Weg ins verschneite Unterensingen. Das Wetter war den Teilnehmern egal, denn Sie wußten, es wartet eine warme Halle auf Sie. Dort konnten sie auch dann dank der HSB Pistenklause einen warmen Kaffee sowie etwas Essen zu sich nehmen. Gestärkt ging es nun daran, sich vorzubereiten für das Hauptereignis des Tages: Den 3. KEIL-DTM und GT Cup auf der permanent bestehenden HSB Rennbahn. 27 Fahrer meldeten sich bei der DTM Klasse und 13 in der GT-Klasse. In der DTM Klasse durfte der YR4 K2 in der original Baukasten Version gefahren werden. Ausnahmen sind: Es dürfen überall Kugellager gefahren werden, der Rammer darf entfernt werden, Stahlstifte für Schwingen ZR-009S sind erlaubt, Diffkugeln sind frei, Transponderhalterung ZR-902 ist erlaubt sowie die gehärteten Kardans mit der Nr. ZR-010H. Außerdem mußte der Motor Reedy KEIL-DTM Turbo Stock Nr. A-563 mit unveränderter K-Kohle gefahren werden. Reifen waren ZR-050. Aber nicht nur die Yokomos waren zugelassen. Nein, man konnte auch mit Tamiya sowie Kyosho Autos mitfahren. Aber auch für diese Autos gibt es bestimmte Regeln, die eingehalten werden mußten. Motor und Reifen waren jedoch gleich. Aber an diesem Wochenende wurde ausschließlich der K2 von Yokomo gefahren. In der GT-Klasse waren alle Autos erlaubt, die dem Tourenwagenmaße schmal entsprachen. Die Reifen mußten von der Firma Yokomo oder Pro-Line stammen. Reifenhaftmittel KEIL Traktion 2 war vorgeschrieben. Unter den Fahrern war der Yokomo YR-4M2 ein sehr beliebter Wagen. Das waren die Voraussetzungen für die Fahrer. 8.30 Uhr,
9.40Uhr, 10.50 Uhr: Die Gruppe eins durfte an den Start, um zu zeigen was sie drauf haben. Bei der KEIL-DTM werden die Gruppen nach Tabellenstand aufgeteilt. Das soll bezwecken, daß die starken von den etwas schwächeren Fahrern getrennt werden. Die erste Gruppe, der erste Vorlauf. Zunächst setzte sich Uwe Hertlein durch mit 31 Runden und einer schnellsten Runde von 9.27 sec. Danach kamen Oliver Hermann und Marcus Wimmer mit je 30 Runden. Zunächst konnte man sehen, daß der Erstplazierte und der Letztplazierte gerade einmal 2 Runden auseinander lagen. Im zweiten Vorlauf konnte sich wiederum Uwe Hertlein durchsetzen, im dritten wurde er zweiter. Würde es für das A-Finale reichen? Und wenn ja, welchen Platz gibt es mit 32 Runden ? Pfister Manfred und Priebe Joachim hatten dieses Wochenende weniger Glück, das A-Finale war für beide in weite Ferne gerückt. 8.40 Uhr, 9.50 Uhr, 11.00 Uhr: Die zweite Gruppe: Keß und Ottberg, das waren die Namen an diesem Wochenende. Von Anfang an zeigten beide, wo ihr Weg an diesem Sonntag hinführen sollte, nämlich ins A-Finale. Zweimal hieß die Reihenfolge Keß und Ottberg mit je 32 Runden. Dritter in dieser Gruppe wurde zweimal Kafai Mani, und im letzten Vorlauf verdrängte Mani Kafai sogar Michael Keß vom zweiten Platz. Schnellste Runde in dieser Gruppe fuhr Schaffer Daniel, ein Jugendfahrer, mit 9.17 sec. Nach diesen drei Vorläufen der Gruppe zwei konnte man sagen, daß mindestens zwei weitere A-Final Plätze vergeben waren. Oder sollte es noch eine Überraschung geben? Abwarten hieß die Devise. 8.50 Uhr, 10.00 Uhr, 11.10 Uhr: The third chance ? Die dritte Gruppe konnte leider keinen A-Finale Fahrer stellen. Bester in dieser Gruppe war Wolfgang Hirsch mit 29 Runden sowie Patrick Burkert mit ebenfalls 29 Runden.9.10 Uhr, 10.20 Uhr, 11.30 Uhr: Die letzte Gruppe der KEIL-DTM. Diese Gruppe war ein bißchen chaotisch. 9.00 Uhr, 10.10 Uhr, 11.20 Uhr: Die vierte: In
dieser Gruppe sicherte sich Thomas Bender den Gruppensieg. Er belegte stets den ersten Platz. Er erreichte 30 Runden, zweiter in dieser Gruppe wurde Oliver Schneider. Hier konnte Thomas Bender auf einen Platz im A-Finale hoffen. Zuerst wollten die Autos nicht so recht laufen,dann wieder waren die Fahrer so nervös, daß nichts Richtiges zustande kam. Sieger in dieser Gruppe wurde Matthias Kobsa vor Mauro Häfner. In dieser Gruppe fuhr auch der 8 jährige Christian Single mit. 9.20 Uhr, 10.30 Uhr, 11.40 Uhr: Nun waren die -Tuningbomber- am Start. Ob M2 von Yokomo, X-Press oder getunte Tamiya Autos, hier herrschte der Tuning Krieg pur. Man sollte nun annehmen, daß die Rundenzeiten etwas besser sein sollten als die der KEIL-DTM Fahrer. Aber nicht das Auto gewinnt alleine, nein der Fahrer ist ausschlaggebend. In der ersten Gruppe konnte man auch viel erwarten. Hier startete Peter Enderle. Von diesem Fahrer hat man schon viel gesehen bei den letzten KEIL Läufen. Peter Enderle mußte zunächst mit technischen Problemen kämpfen. Deswegen kam er im ersten Lauf auf gerade einmal eine Runde. In den nächsten zwei jedoch klappte es, und Peter Enderle lieferte sich mit Dominik Bauer heiße Rennen. Im zweiten Durchgang gewann Peter Enderle vor Dominik Bauer runden gleich. Im dritten Durchgang hingegen drehte Dominik Bauer den Spieß wieder um und gewann den dritten Vorlauf vor Peter Enderle. A-Finale für die zwei das war klar. 9.30 Uhr, 10.40 Uhr, 11.50 Uhr: Die zweite GT Gruppe, hier gewann Holger Reinert vor Walter Enderle und Gabriel Ferlachidis (je 30 Rd). Wenn man sich die Rundenzeiten der GT Fahrer anschaute, konnte man feststellen, daß diese nicht schneller waren als die der DTM Fahrer. Nun war erst einmal eine Mittagspause angesagt. Die Leute konnten sich nun bei der Pistenklause stärken. 14.00 Uhr, 14.50 Uhr, 15.40 Uhr: Die Zeit der Wahrheit. Wer hatte es geschafft bei der KEIL-DTM ins A-Finale zu fahren ? Die A-Finalisten
hießen Keß Michael, Ottberg Christian, Hertlein Uwe, Wimmer Marcus, Kafai Mani, Hermann Oliver, Bender Thomas. Die Gruppe ließ vieles erwarten. Alle Fahrer in diesem A-Finale hatten das Zeug dazu, zu gewinnen, aber es würde schwer werden an Michael Keß und Christian Ottberg an diesem Sonntag vorbeizukommen. Keß setzt sich gleich zu Anfang des A-Finales an die Spitze, dicht gefolgt vom Rest des Feldes. Uwe Hertlein hat technische Probleme, das Aus für ihn in der 3. Runde. Das gesamte Feld liegt immer noch dicht zusammen. Jeder wußte, wenn er einen Fehler macht, dann bedeutet dies, daß die Sieges- chance dahin ist. Den ersten A-Finallauf konnte Keß für sich mit 32 Runden verbuchen, zweiter wurde Oliver Hermann mit 32 Runden vor Christian Ottberg mit ebenfalls 32 Runden. Könnte es noch eine Steigerung geben ? Bestimmt: Denn man merkte, daß dies noch nicht alles von dieser Gruppe war. Und das wurde bestätigt im zweiten A-Finallauf, in dem wirklich alles gezeigt wurde. Diesen zweiten A-Finallauf gewann wieder Michael Keß mit 33 Runden und gerade mal einem Vorsprung von 0,63 sec vor Christian Ottberg. Uwe Hertlein schaffte ebenfalls 33 Runden, ebenso wie Oliver Hermann. An diesem Ergebnis konnte man sehen, daß diese Gruppe wirklich das A-Finale verdient hatte. Die schnellste Runde fuhr diesmal wieder Mani Kafai mit 9.00 sec. Nun kam der allerletzte A-Finallauf. Nach einem harten Rennen sicherte sich diesmal Christian Ottberg den ersten Platz mit 33 Runden vor Uwe Hertlein mit ebenfalls 33 Runden. Dritter wurde Mani Kafai. Michael Keß wurde diesmal nur 4. mit 32 Runden. Das hieß, daß trotz des letzten Laufs Michael Keß sich an diesem Wochenende die Krone in der KEIL-DTM Klasse abholen durfte. Zweiter wurde Christian Ottberg, und dritter wurde Uwe Hertlein. 14.10 Uhr, 15.00 Uhr, 15.50 Uhr: A-Finale KEIL GT Klasse. Was würden uns die GT Fahrer zeigen? Im A-Finale starteten Dominik Bauer, Peter Enderle,
Holger Reinert, Walter Enderle, Gabriel Ferlachidis, Stefan Schnell und Phillip Begerow. Achtung, das Signal des Starters gilt. Und los gings. Dominik Bauer stellte von Anfang an klar, daß er diese Klasse gewinnen will. Doch Peter Enderle machte es ihm nicht sehr leicht, er heftete sich an Bauers Heck. Zum Schluß jedoch behielt Dominik Bauer die Oberhand und gewann den ersten A-Finallauf mit 33 Runden vor Peter Enderle und Holger Reinert. Im zweiten A-Final Lauf sah dann die Lage etwas anders aus. Gabriel Ferlachidis schien aufzuwachen und machte konstant Druck auf den führenden Dominik Bauer. So durfte sich Bauer keinen Fehler erlauben, ansonsten würde Ferlachidis zur Stelle stehen und ihn vom ersten Platz verdrängen. Aber dem war nicht so, und so gewann Bauer auch den zweiten A-Finallauf mit 33 Runden vor Ferlachidis mit ebenfalls 33 Runden. Dritter wurde Enderle Peter mit 32 Runden. Ein neuer Streckenrekord für den Sonntag wurde auch wieder aufgestellt. 8,87 sec von Dominik Bauer. Der letzte A-Finallauf für die GT-Klasse war nun angesagt. Der Sieg konnte im Prinzip noch unter drei Fahrern ausgemacht werden, doch wenn man es nüchtern betrachtet und Dominik Bauer nichts mehr anbrennen läßt, war die Frage nach dem Gewinner geklärt. Los geht-s. Sofort setzte sich diesmal Peter Enderle an die Spitze des Feldes und zeigte klar, daß er ebenfalls gewinnen kann. Hinzu kam, daß Dominik Bauer von Holger Reinert überholt wurde. Doch zum Schluß reichte Dominik Bauer der dritte Platz für den Gesamtsieg. Ferlachidis setzte eine Plazierung unter den ersten drei durch sein etwas schlechtes Ergebnis im letzten A-Finale in den Sand. Gesamtzweiter wurde Peter Enderle, dritter wurde Holger Reinert. 14.20 Uhr, 14.40 Uhr, 15.10 Uhr, 15.20 Uhr: Zeit, das B- C- und D-Finale auszutragen. Im B-Finale KEIL-DTM konnte zum Schluß nach hart umkämpften Rennen Manfred Pfister den Sieg verbuchen, zweiter wurde Joachim Priebe gefolgt von Ingo
Haberl. Das C-Finale konnte Patrick Burkert vor Oliver Schneider für sich entscheiden. Das D-Finale gewann Mike Groß. 14.30 Uhr, 15.30 Uhr: Das B-Finale der GT-Klasse stand nun auf dem Programm. Zum Schluß stand Peter Begerow ganz vorne, vor Manfred Söhnle und Heiko Werneth. Nun kam der schönste Teil, die Siegerehrung. Hier durfte sich Michael Keß, der an diesem Sonntag eine klasse Leistung zur Schau stellte, seinen wohl verdienten Pokal abholen. Auch Christian Ottberg brauchte sich nicht zu verstecken, denn er machte ständig Druck auf Michael Keß. Dominik Bauer war hingegen an diesem Wochenende in der GT-Klasse nicht zu schlagen, und durfte für seine Leistung ebenfalls einen Pokal abholen. Danach gab es dann wie gewohnt eine Verlosung der Sachpreise. Damit ging wieder ein gelungener KEIL Cup zu Ende. Euer Tobias Beyer.
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