Bei fast unerträglichen Temperaturen gibt sich die Europäische Buggy Elite in Wien Simmering die Ehre um Ihren Meister in den Off Road Bewerben 2WD und 4WD zu küren. Ich persönlich kann mich an kein Rennen erinnern wo es so heiß war, selbst bei der WM in Pomona (USA) kamen wir nicht so ins schwitzen. Ich schätze bei den ausländischen Teilnehmern wird man Österreich nur mehr mit Sonnenbrand und fast unlöschbaren Durst in Verbindung bringen.
Begonnen wurde bereits Dienstag mit dem Training auf der vom Traiskirchner Strecken Team noch eine Woche vor dem Rennen, in einer Blitzaktion neu präpariert wurde. Zu nächst hielt die Strecke auch erstaunlich gut, aber nach dem 4 Trainingsdurchgang, zeigte sich der Untergrund doch von seiner ganz bösen Seite.
Vorläufe:
Zu Beginn waren die Österreicher ganz stak auf heimischen Boden, nach dem ersten Lauf standen fünf "Össis" im A-Finale, und mit Pinisch, Hönigl und Tormann stellten wir sogar die ersten Drei. Leider drehte sich das Blatt aber im Verlauf der Vorläufe ein wenig. Immer mehr kam der amtierende Europameister der 2WD Klasse Neil Cragg aus England auf und sicherte sich doch noch den begehrten TQ Startplatz auf der mittlerweile kriegsähnlichen Piste. Selbst das superliegende Auto von Hubert Hönigl bewältigte nur mehr mühsam die Löcher und mehr als Startplatz zwei mochte einfach nicht mehr herausschauen. Auf den dritten Platz Weltmeister Jukka Steenari, dahinter der auf dem löchrigen Untergrund immer schneller werdenden H.J. Tormann der sich im letzten Lauf noch vor Peter Pinisch setzen konnte. Richard Taylor, Markus Lübke, Richard Cree, Carl Maigien und Paul Bradby komplettierten dann noch den 2WD Endlauf. Pech für die
beiden Österreicher Martin Karner und Thomas Rössler die knapp am A-Finale vorbei streiften und die Plätze 11 und 12 belegten.
Finalis:
1. Lauf: Der Start verläuft trotz aller bedenken recht gut und Cragg kann seine erste Position behaupten gefolgt von Hönigl und Steenari. Durch ein wegrutschen von Cragg´s Asso in einem Loch geht Steenari vor Hönigl und Cragg in Führung. Cragg versucht Hönigl zu überholen und fährt Ihn ins Heck, so kommt unverhofft Pinisch auf den zweiten Platz vor. Doch auch Pinisch kann sich nicht lange halten und Cragg kommt wieder auf den zweiten Platz nach vorne. Obwohl so viel wie es geht pushed kann er Steenari zwar noch näher kommen für den Sieg reicht es aber nicht mehr. So siegt im ersten Lauf Steenari vor Cragg und Taylor der sich mit aller Mühe vor Hönigl behaupten kann.
2. Lauf: Cragg gibt sich diesmal keine Blöse und fährt einen sicheren Start-Zielsieg nach Hause. Zu Beginn kann Steenari noch Folgen, aber Cragg setzt sich immer mehr ab und läßt nichts anbrennenö. Dahinter wird der Kampf um Platz zwei zwischen Steenari und Hönigl immer enger, und Hönigl kann sich in der letzten Runde noch an Steenari vorbeipressen und ganz knapp als Zweiter über die Schleife gehen. Somit muß es im letzten Lauf die Entscheidung geben.Titelchancen haben noch Cragg, Steenari und Hönigl.
3. Lauf: Cragg geht in Führung doch Hönigl kann praktisch in einem Loch Cragg überholen bei dem noch Steenari etwas später vorbei schlüpfen kann. Cragg schmeißt etwas die Nerven und reiht sich im Mittelfeld ein. Hönigl fährt den Lauf auch dann noch nach Hause fahren und kommt vor Steenari und einen stark aufkommenden Pinisch über die Schleife. So kommen drei Fahrer auf einen Sieg und einen zweiten Platz. Nach Addition der Zeiten wird Cragg neuer "alter" Europameister der
2WD Klasse vor Steenari und Hönigl.
Danke an Thomas Rössler für den Bericht.