Neil Cragg auch in 4wd Sieger mit
Yokomo MR-4BC Spezial!
Weiter geht es mit dem 4WD Bewerb. Nachdem die Strecke gestern Abend nochmals ausgebessert wurde, stand dem "Prügeln" nichts mehr im Wege. Man konnte öfters beobachten wie Fahrer den 4er Sprung, normalerweise 2 und 2 gesprungen, 3 und 1 oder gleich alle 4 versuchten. Hans J. Tormann ging überhaupt gleich einen Schritt weiter, der die 3 Kamelbuckeln, normal jeden einzeln gesprungen, gleich den mittleren ausließ. Ob er dies auch in den Vorläufen probieren wird werden wir sehen.
Favoriten sind die Fahrer aus dem 2WD Bewerb, vielleicht kann aber auch noch der eine oder andere Außenseiter mitmischen. Die Strecke wird sicher wieder einiges auf den Kopf stellen, weil nach dem Training war sie schon wieder etwas holprig.
In den gezeiteten Trainings knallte Roland Macho Wahnsinnszeiten hin und konnte dies mit einem Laufsieg im 1. Vorlauf auch bestätigen. In Lauf 2 und 3 hatte er Probleme und steht derzeit nur im B. Dafür konnte in Runde 2 und 3 Peter Pinisch mit seinem Durango auftrumpfen. Mit seinem extralangen Chassis (fast 2cm länger als ein Losi) konnte er zwar nicht die schnellsten, aber dafür die konstantesten Zeiten fahren und steht verdient auf Halbzeit TQ. Dahinter schon der nächste Österreicher mit Hupo Hönigl. Insgesamt eine starke Mannschaftsleistung der Österreicher, aber es ist noch lange nicht aus. Morgen werden noch Vorlauf 4 und 5 gefahren und aufgrund der absolut genialen Wertung (2 Vorläufe nach Punkte - damit können Scalefahrer aber nichts anfangen :) ) können auch da noch Fahrer unter den Top 10 fahren. Also alles noch drin oder auch draussen :).
Tag 6 - das Finale: Weiter gings mit den Vorläufen und Peter Pinisch war nicht mehr zu bremsen. Mit 2 weiteren Vorlaufsiegen war er der heißeste Kanditat auf den EM-Titel. Dahinter kam schon Roland Macho der einen 2. Traumlauf hinlegte
vor dem 3. Österreicher Hubert Hönigl. Pech und Glück hatte ich, nach einem Ausfall und einer sehr fragwürdigen Entscheidung der Referees (Stop and Go) konnte ich mit Hupo's Losi mit Ach und Krach noch das A-Finale erreichen. Das starke österreichische Abschneiden komplettierte Hans J. Tormann auf Rang 7.
Die Strecke hielt sich in den Vorläufen jetzt wesentlich besser und die Zeiten waren in allen Durchgängen ziemlich ident, auch wenn sie schon sehr kaputt war. Schlimmer wurde der Staub und die Sicht auf die 3 Kamelbuckeln wurde immer schlechter.
1. Finale: Der Start verläuft sehr gut und Macho überholt Pinisch nach einem Fehler, dieser fiel aber in Führung liegend, nachdem er unglücklich durch ein Loch gefahren war nach hinten. Jetzt versuchte Hupo sein Glück und konnte an Pinisch nach dem 4fach Sprung innen vorbei gehen. Nur eine Runde später versuchte Pinisch beim 4fach Sprung zu kontern, sprang aber Hupo ins Heck. Pinisch wartete kurz fuhr aber dann doch in Führung liegend weiter. Beim Versuch Pinisch wieder einzuholen drehte sich Hupo in einem Loch und mußte leicht die Bahnbegrenzung überqueren. Da gab es gleich eine Stop and Go für dieses Vergehen, welches viel Aufregung mit sich brachte. Pinisch siegte vor Moss und Cragg. Wüste Beschimpfungen von Fahrer Hupo Hönigl und Teamchef Reto König gegen die Referees wegen dieser Entscheidung. Tatsache ist, daß die Referees falsch gehandelt haben, in dieser Situation hätte Hupo nichts machen können ausser den Rückwärtsgang einzulegen. Das hat ihm zumindest einen sicheren 2. Platz gekostet.
2. Finale: Wieder ein sauberer Start und Pinisch und Hönigl gehen in Führung. Beide fighteten ununterbrochen um die Führung, und wo sich 2 streiten freut sich der Dritte. Neil Cragg nützte die Chance und konnte sich vor beiden in Führung setzen die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Simon
Moss konnte ebenfalls die Beiden noch überholen, blieb aber kurz vor Schluß mit Defekt liegen und Pinisch und Hönigl werden 2. und 3..
3. Finale: Pinisch rutschte gleich nach dem Start von der Strecke und mußte zusehen wie Hauptkonkurrent Cragg nach Traumstart hinter Macho an 2. Stelle vorbeiging. Aber auch Macho konnte Cragg nicht lange hinter sich lassen da er mit offensichtlichen technischen Problemen zu kämpfen hatte, und Cragg fuhr seinen nächsten EM-Titel entgegen. Dahinter folgten Moss und Steenari. Auch nach diesem Finale gab es wieder Kritiken an den Referees, welches aber das Ergebnis nicht mehr beeinflußte.
Neil Cragg holt von Platz 5 nach 2WD auch den 4WD Titel. Überraschend vorallem, da niemand dachte das er mit seinem Yokomo überhaupt das Finale erreichen würde. Dahinter ein ziemlich enttäuschter Peter Pinisch, der erneut eine gute Chance auf den Titel vergab. Platz 3 für Schumi-Fahrer Simon Moss.
Technik: Größtes Problem bei allen Fahrzeugen war die Haltbarkeit. Die Strecke war unberechenbar und man konnte sich mit einem Reifen sehr leicht in ein Loch verhaken und flog von der Strecke. Bei einigen kostete dies auch gleich eine Aufhängung. Bei 4WD waren vorallem die Riemen die leidtragenden, die bei diesen Löchern alles abverlangt wurde. Ein nicht perfekt eingestellter Slipper und der Riemen war durch. Bei den 2WD Fahrzeugen wurden von den Topfahrern während der Vorläufe ein Hydra eingesetzt. Eine Zusatzhydraulik für den Slipper, welches die Schlaglöcher besser wegsteckt und das Fahrzeug etwas leichter steuern läßt. Auch der Reifen war bei dieser Euro sehr wichtig. Leider war man aber nur mit einem neuen Satz Reifen wirklich schnell. Schon mit dem 2. Akku war man bereits 1-2/10 pro Runde langsamer. Hier wurden ausschließlich X2000 in 2WD und Hole Shot in 4WD gefahren. Motorisch wurde alles zwischen 10-12 gefahren. Die beliebtesten und
erfolgreichsten Motoren waren bei dieser EM der Reedy Krypton. |