| Interview mit Stefan Niesche, Deutscher Meister KEIL-DTM 1997DTM-Magazin: Stefan, wie alt bist Du?
Stefan: 26 Jahre.
DTM-Magazin: Wo wohnst Du?
Stefan: In Schriesheim, ca. 10 km von Heidelberg entfernt.
DTM-Magazin: Seit wann betreibst Du Dein Hobby und wie bist Du dazu gekommen?
Stefan: Seit 1986. In der Schule haben meine Freunde Modellautos gefahren. Als einige aufhörten bin ich dabei geblieben. In Frankental habe ich dann mein erstes Rennen gesehen. Zu der Zeit fuhr ich noch Off-Road.
DTM-Magazin: Du bist dann Nonstop dabei geblieben?
Stefan: Nein, es gab ein paar Lücken. Durch Freundin und Auto. Aber ich bin immer wieder zurückgekommen.
DTM-Magazin: Was
bist Du von Beruf?
Stefan: Ich bin Karosseriebauer.
DTM-Magazin: Wie hast Du Dich denn auf den KEIL-DTM Endlauf vorbereitet? Stefan: Extrem aufwendig. Ich habe sehr viel auf permanenten Strecken getestet, viele verschiedene Abstimmungen ausprobiert. Ich mußte genau wissen, wie ich etwas verändere. Besonders wichtig war immer nur eine Änderung vorzunehmen, um ein genaues Bild zu bekommen, wie sich etwas auf das Fahrverhalten auswirkt. Außerdem habe ich gute Reifen zur Seite gelegt. Beim Trainieren habe ich besonders auf meine Rundenzeiten geachtet.
DTM-Magazin: Stefan, hast Du noch weitere Hobbys?
Stefan: Nein, eigentlich nicht.
DTM-Magazin: Du sagtest vorhin, Du wärst Off-Road gefahren. Was ist Deine Lieblingsrennklasse?
Stefan: Ich bin früher alle Klassen gefahren, aber im letzten Jahr nur KEIL-DTM. Ich habe festgestellt, man muß sich mit einer Klasse beschäftigen, um erfolgreich zu sein. Versucht man mehrere Klassen gleichzeitig zu fahren, betreibt man jede nur ein bißchen. Außerdem ist der Kostenfaktor auch ein Grund. Bei der KEIL-DTM sind die Kosten nicht so hoch wie in den offenen Klassen.
DTM-Magazin: War Dein Budget für das letzte Jahr sehr hoch?
Stefan: Ich habe festgestellt, daß ich viel zu viel Aufwand betrieben habe. Ich habe im Laufe der Saison vier Autos aufgebaut, so ein Quatsch, eins hätte auch gereicht. Nächstes Jahr fahre ich mit einem Auto durch und werde auch nicht langsamer sein.
DTM-Magazin: Stefan, vielen Dank für das Interview.
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