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| Yokomo YR-4K2 - Was ist neu? - Was ist besser? Ende 1996 überraschte Yokomo die Tourenwagenwelt mit einem Nachfolger des Yokomo YR-4 K. Das neue Auto, der Yokomo YR-4 K2, verwendet teilweise bekannte Teile und ist teilweise auch völlig neuartig konstruiert. Wo die Unterschiede und Vorteile des neuen Autos im einzelnen liegen, und wo Bewährtes übernommen wurde, zeigt diese Vorstellung des Yokomo YR-4 K2. Auf den ersten Blick sieht der neue Yokomo YR-4 K2 völlig anders aus als sein Vorgänger. Der Grund hierfür ist das neuartige Chassis mit seiner eigenwilligen Akkuposition. Das neue Chassis ist viel breiter als das alte und der Akku liegt jetzt nicht mehr quer im Auto sondern längs, in Fahrtrichtung, auf der rechten Seite. Untergebracht wird der Akku in einer Akkuwanne, in der er mit einer Epoxiplatte gesichert wird. Hierbei können sowohl Saddlepacks als auch Stickpacks verwendet werden. Der Akku kann in der Wanne in zwei Positionen befestigt werden, so daß man die Gewichtsverteilung von vorne nach hinten ändern kann. Der größte Vorteil des seitlichen Akkus ist aber die dadurch mögliche direkte Riemenführung. Der Riemen für den Vorderradantrieb muß jetzt nicht mehr über den Akkuschacht umgelenkt werden. Dies ergibt einen noch leichtgängigeren Antrieb. Zum Ausgleich des Akkugewichtes auf der rechten Seite werden alle Fernsteuerungsteile auf der linken Seite untergebracht. Servo, Empfänger und Regler sitzen in einer Reihe links vom Riemen auf dem Chassis. Das ermöglicht einen besonders einfachen und übersichtlichen Einbau. Auch der Motor ist im Yokomo YR-4K2 für eine gleichmäßige Gewichtsverteilung etwas nach links versetzt worden. Hierdurch ändert sich auch das hintere Diff. Das vordere Diff und der Aufbau der Diffs blieben unverändert. Ebenfalls unverändert sind die Diffgehäuse, die Mittelantriebsachse, der Motorblock und die Riemen. Die oberen Diffgehäuseabdeckungen wurden durch Epoxiplatten ersetzt. Dadurch sind die Diffgehäuse steifer und das Diff läuft leichter. Sehr deutlich geändert hat sich hingegen die obere Verstärkungsplatte. Hier kommt die neue Philosophie des YR-4 K2 zum Ausdruck. Während man bisher versuchte, das Auto so steif wie möglich zu bauen, damit nur die Federn und Dämpfer bei Bodenunebenheiten arbeiten, geht man jetzt genau den umgekehrten Weg. Das Chassis wurde bewußt weich gestaltet, so daß es sich leicht in sich verdrehen läßt. Dadurch arbeitet das Chassis in Kurven deutlich mit. Die Folge davon sind ein viel gutmütigeres Fahrverhalten, eine geringere Anfälligkeit gegenüber Bodenunebenheiten, und mehr Griff auf rutschigem Boden. Die ersten Fahrtests verschiedener Fahrer (Daniel Schetter, Frank Kirchhefer, Alexander Assenmacher, Udo Michel, Christoph Lehmler, Stefan Köhler, Martin Fliessbach und weitere) mit dem Yokomo YR-4K2 bestätigten diese Theorie. Alle Fahrer kamen auf Anhieb mit dem neuen Auto sehr gut zurecht und lobten das Fahrverhalten. Die obere Chassisplatte ist nur an zwei Punkten (vorne und hinten) mit dem Chassis beweglich verbunden - vorne mit einem Kugelkopf und hinten mit einem Splint. Angenehmer Nebeneffekt ist, daß sie zu Reparaturarbeiten sehr leicht ausgebaut werden kann. In Längsrichtung wird die Beweglichkeit des Chassis über eine in der oberen Platte eingebaute Feder erreicht. Diese vom Yokomo YR-4 MC bekannte Konstruktion gibt auch im Falle eines Crashs nach, so daß sich das Chassis nicht verziehen kann. Im Gegensatz zum Chassis hat sich die Fahrwerksaufhängung nur geringfügig geändert. Schwingen, Kardans, Dämpfer und Radträger sind unverändert. Neu sind die Dämpferbrücken mit einer schrägeren Dämpferstellung für mehr Progression und neue Lenkhebel mit der Möglichkeit die Lenkspurstangen weiter außen zu montieren. Dadurch erreicht man einen größeren Spurdifferenzwinkel (inneres Rad lenkt mehr als äußeres Rad). Für alle Freunde des "direkten Duells"" hat der Yokomo YR-4 K2 einen neuen Schaumstofframmer, der das Auto sehr wirkungsvoll bei Zusammenstößen schützt und die Karosserie verstärkt . Damit ist Yokomo mit dem neuen YR-4 K2 wieder ein großer Wurf gelungen. Eine perfekte Kombination von bewährter Technik mit völlig neuen Ideen. Und die erfolgreichen Einsätze des Neuen bestätigen die Theorie (siehe Rennberichte und Setup-Tips in diesem Heft; Bilder siehe auch ff. Seiten!).
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