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Yokomo YR-4K2 Boxenstopp: Tips und Tricks zum Yokomo YR-4K2

In der Formel 1 Winterpause arbeiten alle Teams mit Hochdruck an ihren neuen Autos für die nächste Saison. Ähnliches spielt sich zur Zeit in der KEIL-DTM ab. Es ist Winter und viele Fahrer bauen den neuen Yokomo YR-4 K2 auf. Der Unterschied zur F-1 ist das Budget, und daß die KEIL-DTM keine Pause macht, sondern daß die neue Saison schon wieder voll im Gange ist.

Beim Boxenstopp in diesem Heft zeigt der Mechaniker alle legalen Tricks, die man beim Aufbau beachten sollte, und mit denen man den Yokomo YR-4 K2 noch ein bißchen besser machen kann.

Chassisteile:

Alle Epoxiplatten (Chassis, obere Brücke, Dämpferbrücken) haben recht scharfe Kanten. Um sich den Umgang mit den Teilen zu erleichtern, schleift man die Kanten mit 400er Schleifpapier rund. Die Chassisunterkanten rundet man etwas stärker ab, um bei einem eventuellem Aufsetzten des Chassis auf dem Boden ein Verkanten zu vermeiden. Besonders an der Chassisvorderkante ist dies sinnvoll. Die obere Verstärkungsfeder prüft man auf Leichgängigkeit. Dazu montiert man die Einheit ohne Feder. Die Stange sollte sich ganz leichtgängig in dem Alublock bewegen. Wenn die Stoppmutter am Ende der Stange an der oberen Epoxibrücke schleift, feilt man mit einer kleinen Feile ein wenig von der Epoxibrücke ab, bis die Stange sich frei bewegt.

Leichtgängigkeit ist auch bei Aufhängung für ein gutes Arbeiten der Dämpfer erforderlich. Die montierte Aufhängungseinheit (Schwinge und oberer Querlenker) ohne Kardan, Räder und Dämpfer sollte, wenn man sie anhebt, von selbst leichtgängig wieder nach unten fallen. Ist dies nicht der Fall, sucht man schrittweise nach der schwergängigen Stelle.

Zuerst montiert man beim Yokomo YR-4K2 nur die unteren Querlenker (Schwingen). Wenn diese nicht von selbst nach unten fallen, feilt man mit einer kleinen Rundfeile die Löcher für die Stifte in den Schwingen etwas auf. Aber Vorsicht: Nur sehr wenig wegnehmen und erneut prüfen. Wenn die Schwingen leichtgängig sind, montiert man die Radträger. Und wieder das gleiche Spiel: Prüfen - feilen - prüfen. Dann montiert man die oberen Querlenker. Die Kugelköpfe der oberen Querlenker gehen normalerweise sehr leicht, so daß die ganze Einheit jetzt gut arbeiten sollte.

An der Vorderachse müssen jetzt noch die Lenkspurstangen montiert werden. Die kleinen Kugelköpfe können manchmal etwas klemmen. Hier kann man auf zwei Arten abhelfen: elegant und brutal. Elegant wäre es, die Kugeln in eine Bohrmaschine zu spannen und mit 1000er Schleifpapier zu polieren (vorsichtig vorgehen). Brutal wäre es, die Kugelpfannen durch Hin- und Herbiegen auf den Kugeln etwas auszuweiten.

Der Servosaver ist im Originalzustand etwas zu lang, so daß er an den Pfosten für die Akkuhalterung anstößt. Hier hilft der einfache Griff zum Bastelmesser..ONT>

Für optimalen Empfang ist es günstig, die Antenne auf dem schnellstmöglichen Weg aus dem Yokomo YR-4K2 heraus zu führen.

Im Chassis befindet sich in der Mitte ein ungenutztes gesenktes Loch. Dies ist optimal geeignet um eine stehende Antenne zu montieren. Verwenden kann man den Associated-Antennenhalter A-6338 oder die RPM-Antennen R-7051 (im Bild).

Da die Diffs identisch aufgebaut sind wie beim alten YR-4, gelten auch die alten Weisheiten: Associated Stealth-Diffett A-6591 für die Diffkugeln und Asso Black Grease A-6588 für das Drucklager sind erste Wahl in Sachen Schmierung. Teuer,aber gut sind die Associated Tungsten Carbide Diffkugeln A-6619, wobei man mit 8 Kugeln pro Diff (so viele sind in einer Packung) gut auskommt. Wer zuviel Geld hat kann auch 12 Kugeln pro Diff einsetzen. Die Diffscheiben bleiben unverändert und dürfen auch auf keinen Fall irgendwie aufgeklebt werden, da sie durch den Kleber nur ungleichmäßig werden und als Folge das Diff unrund läuft.

Die inneren Kugellager sind zwar etwas besser als die Bronzelager, vor allem langfristig, aber kein Muß. Wer knapp kalkuliert, steckt sein Geld lieber in die Diffkugeln als in die Kugellager.

Der vordere Rammer verrichtet seinen Dienst besser, wenn man ihn ein klein wenig (!) nach oben biegt. Hierzu erwärmt man ihn im eingebautem Zustand etwas (Heißluftfön) und biegt ihn dann nach oben.

An der Unterseite des Chassis ragt eine Befestigungsschraube für das Servo hervor. Diese sollte man senken. Das kann man mit einem scharfen Bastelmesser oder einem Senker erledigen. Genauso kann man mit den Schrauben im Rammer verfahren, die den Schaumstoffblock halten. Hier ist es aber nicht so wichtig wie bei der Servoschraube.

Beim Einbau der Fernsteuerung (Empfänger und Regler) sollte man auf die Gewichtsverteilung achten. Das Auto sollte rechts (Akku) so schwer sein wie links (Regler usw.). Man kann durch Verschieben des Reglers und Empfängers nach innen oder außen die Gewichtsverteilung beeinflussen. Auf keinen Fall aber dürfen die Geräte über das Chassis herausragen, da sie sonst bei einem Crash stark gefährdet sind.

Auch für eine bessere Chance beim Crash sorgt der folgende Trick. Bei einem Einschlag in die linke Seite des Autos kann es durch das flache Chassis passieren, daß sich die Karosserie auf das Chassis drückt und dort verklemmt. Dann muß man erst einen Helfer anfahren, der die Karosse wieder befreit. Abhilfe schafft hier großes Stück Lexan, das man auf der linken Seite von innen zur Verstärkung in die Karosserie klebt.

Für den Yokomo YR-4 K2 sind die gleichen Tuningteile erlaubt wie für seinen Vorgänger. Hier eine kurze Einschätzung über den Nutzen und die Wichtigkeit dieser Teile. Die gehärteten Stifte für Schwingen ZR-009S sind deutlich unempfindlicher bei Crashs. Bei den Originalstiften des Yokomo YR-4K2 kann es vorkommen, daß sie verbiegen und dann die Federung verklemmt.

Kugellager 2201 für die Lenkung: nur für Perfektionisten! Spezialmotorschrauben ZR-901: viel besser! Inbusschrauben 2305S für Diffdeckel: lassen sich besser bedienen und sehen besser aus. (Alles KEIL-DTM legal)

Beim Transpondereinbau gibt es wieder zwei gute und doch sehr unterschiedliche Methoden. Schnell und einfach aber trotzdem gut läßt sich der Transponder vorne in der Karosserie direkt über dem Schaumstofframmer unterbringen. Dort sitzt er durch den Rammer gut geschützt und unbelästigt von allen elektrischen Störeinflüssen. Außerdem ist er beim Zielduell schön weit vorne.

Besser aber aufwendiger ist es, den Transponder auf der linken Chassisseite des Yokomo YR-4K2 hinter dem Servo unterzubringen. Hierzu muß man den Empfänger und den Regler so platzsparend und möglichst weit nach hinten montieren, daß genug Raum für den Transponder bleibt. Dann klebt man einen Lexanstreifen mit einem 7mm Loch mit Doppelklebeband auf das Servo. Als Lohn für die Arbeit erhält man einen optimal niedrigen Schwerpunkt und eine gute seitliche Gewichtsverteilung.

Jetzt hat der Mechaniker alle seine Geheimnisse ausgeplaudert und jeder kann seinen Yokomo YR-4 K2 optimal auf das nächste KEIL-DTM Rennen vorbereiten. Damit zieht sich der Mechaniker bis zum nächsten Magazin wieder in seine Box zurück.

Bis dann, Euer Mechaniker!

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