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Yokomo YR-4M2. Flexibel muß man sein...

so lautet die neue Chassis-Philosophie bei Yokomo.

Bereits beim Yokomo YR-4MC "Master Competition", dem bisherigen Topmodell der Yokomo-Tourenwagen, war die obere Chassisplatte in Längsrichtung mit einer Feder versehen und somit flexibel.

Beim Anfang des Jahres erschienenen Yokomo YR-4K2, dem neuen Standard Yokomo-Tourenwagen für die KEIL-DTM, wurde das Prinzip weiterentwickelt. Die obere Chassisplatte ist jetzt nur noch an zwei Punkten befestigt. Hinten mit einem Pin und vorne mit einem Kugelkopf. Damit ist das Chassis auch in Querrichtung sehr flexibel.

Genau den gleichen Aufbau hat der neue Yokomo YR-4 M2, das neue Topmodell für die offene Klasse. Die obere Chassisplatte wird vorne und hinten nur an einem Punkt befestigt. Dazwischen haben das Chassis und die obere Platte sieben Löcher, mit denen ein oder zwei Pfosten zwischen Chassis und obere Platte geschraubt werden können.

Dadurch kann man einstellen, wie flexibel das Chassis ist. Ganz ohne Pfosten ist das Chassis natürlich am weichesten. Mit zwei Pfosten, einer im vordersten und einer im hintersten Loch, ist das Chassis am härtesten. Je steifer das Chassis ist, desto mehr Hinterachsgriff, je weicher das Chassis ist, desto mehr Lenkung hat es.

Aber nicht nur das Chassis ist beim Yokomo YR-4 M2 flexibel. Auch die Akkuposition kann ganz flexibel variiert werden. Dafür sorgen sogenannte Schiebehalterungen. Der Akku in Saddlepackanordnung kann dadurch auf beiden Seiten unabhängig voneinander stufenlos von vorne nach hinten geschoben werden. Der Spielraum beträgt dabei auf jeder Seite über zwei Zentimeter. Hierdurch ergibt sich eine weitere Möglichkeit, die Balance des Autos nach seinen eigenen Wünschen zu ändern. Je weiter vorne der Akku liegt, desto mehr Griff an der Vorderachse hat der Yokomo YR-4M2 und desto stärker reagiert er auf Lenkbewegungen.

Selbstverständlich sind alle Chassisteile sowie Dämpferbrücken aus Kohlefaser gefertigt.

Der Antrieb ist grundsätzlich wie bei allen Yokomo-Modellen aufgebaut. D.h. Riemenantrieb nach vorne und hinten mit nur einer Zahnradstufe vom Motor auf das Hauptzahnrad der Mittelantriebsachse. Hier kommt ein Spezialaluminiumzahnradadapter zum Einsatz, der das schnelle Wechseln des Hauptzahnrades mit nur zwei Schrauben erlaubt. Im Baukasten liegt ein extraschmales 48 dpi Hauptzahnrad mit 78 Zähnen bei. Es können alle Zahnräder von 75 bis 84 (Best.Nr. Z-75 - Z-84) Zähnen verwendet werden.

Die neue Riemenrolle (ZR-674) für den vorderen Riemen ist ebenfalls aus Spezialaluminium hergestellt. Die Riemenrolle ermöglicht -je nachdem in welche Richtung sie eingebaut wird- einen Freilauf oder einen starren Antrieb der Vorderräder. In der Regel sollte der Freilauf gefahren werden, da der M2 dann wesentlich direkter einlenkt. Auf Strecken, auf denen oft gebremst werden muß, sollte der starre Antrieb eingebaut werden, da dann auch die Vorderräder mitbremsen (die beim "Frei"lauf natürlich nicht bremsen).

Die Differentiale stammen nicht aus dem Yokomo YR-4K2, sondern aus dem Yokomo YZ10 Off-Road Buggy. Dadurch ergibt sich eine andere interne Übersetzung von 2.2:1. Dies ist insbesondere bei den Modified-Motoren auf großen Strecken interessant, da hier eine noch längere Untersetzung erreicht werden kann.

Ebenfalls nicht vom YR-4K2 übernommen wurden die Dämpfer. Hier kommen die kleineren und leichteren Yokomo-Racingdämpfer zum Einsatz, für die es ebenfalls einen Federnsatz (YS-2M) gibt.

Auch die Fahrwerksgeometrie wurde leicht geändert. In den Dämpferbrücken sind zusätzliche Bohrungen für die oberen Querlenker vorhanden. Dadurch kann je nach Aufhängungspunkt des oberen Querlenkers die Sturzänderung beim Einfedern verändert werden. Auch die Dämpfer können an unterschiedlichen Punkten eingehängt werden.

Die Lenkungsspurstangen sind jetzt unter dem Servosaver und Lenkhebel (siehe Foto vorherige Seite) montiert. Daraus ergibt sich in Verbindung mit dem entsprechenden Punkt der oberen Querlenker ein völlig spur- und sturzneutrales Einfederverhalten. Wie schon beim K2 gibt es nun beim Yokomo YR-4M2 die Möglichkeit, die Spurstange innen im Lenkhebel (direktere Lenkung, mehr "Ackermanngeometrie") oder außen (ruhiger und einfacher zu be- herrschende Lenkung) einzuhängen.

Natürlich wurde auch auf einen möglichst niedrigen Schwerpunkt geachtet. Alle Komponenten werden sehr flach auf dem Chassis montiert.

Tuningteile sind für den Yokomo YR-4M2 kaum erforderlich. Nur Titanspurstangen (1x Best.Nr. 2TB20 und 2x RCP-099) sowie die gehärteten Schwingenstifte ZR-009S sind wegen ihrer besseren Materialqualität und Lebensdauer zu empfehlen. Darüber hinaus braucht man nur noch die bereits erwähnten Tuningfedern (YS-2M) für die kleinen Racingdämpfer.

Einziger Wehrmutstropfen des Yokomo YR-4M2 Baukastens sind die Serienreifen. Im Baukasten liegen Yokomo Gewebeslicks mit 19mm Breite bei. Dies ist eine Sonderbreite nach internationalem Reglement. Diese Reifen sind et- was breiter als die zur Zeit wohl besten Tourenwagenreifen Yokomo ZR-101 und ZR-102. Die 101er und 102er sind jedoch für internationale Rennen, -noch?- nicht zugelassen.

Die Yokomo-Gewebeslicks gibt es in Deutschland in den Breiten extraschmal, schmal (entspricht Yokomo ZR-050 Standardbreite) und breit (entspricht ZR-052), sowie in zwei Gummimischungen normal und weich. Die mittlere Ziffer der Bestellnummer bezieht sich auf die Breite (0 für extraschmal, 1 für schmal und 2 für breit) und die letzte Ziffer bezieht sich auf den Gummi (1 für mittel und 2 für weich). Demnach haben die besten Gewebeslicks, die extraschmalen Reifen die Nummer Yokomo ZR-101 mit dem mittleren Gummi und ZR-102 mit dem weichen Gummi.

Als Karosserie haben wir die Protoform Calibra verwendet, die durch die flache und breite Form besonders viel Anpreßdruck auf die Straße bringt.

Mit allen Neuerungen und Möglichkeiten und der bewährten Yokomo Qualität ist der Yokomo YR-4 M2 die ultimative Rennmaschine für die neue offene DMC-Tourenwagenklasse. Der "M2" bietet völlig neue Abstimmungsmöglichkeiten durch die Option, die Chassishärte zu ändern, und den Akku stufenlos vor- und zurück verschieben zu können. Und dabei bleibt der Aufbau des Autos trotzdem so einfach wie möglich, so daß der "M2" extrem leicht und wartungsfreundlich zugleich ist.

 

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